In der Ordnung für die kirchliche Erwachsenenbildung im Erzbistum Freiburg (S.3) verpflichtet sich die „Erwachsenenbildung in kirchlicher Trägerschaft (..) der Ökumene. Sie hilft Einzelnen und Gruppen, die Zeichen der Zeit zu lesen und fördert sie in ihrer ökumenischen Verantwortung. Sie trägt bei zur Versöhnung zwischen den christlichen Kirchen, zwischen Christen und Juden, zur Verständigung zwischen Christen und Muslimen und Angehörigen anderer Religionen. Mit dem Dienst an der ökumenischen Bewegung verbindet sich deshalb der Einsatz für interreligiöse und interkulturelle Begegnungen.“
Im Abschnitt über die Prinzipien unseres Handelns ( S.24 ) nennen sich die Pastoralen Leitlinien des Erzbistum Freiburg ökumenisch ausgerichtet: Alle Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften sind gebunden an die Bitte und den Auftrag Jesu, „alle sollen eins sein“ (Joh 17,21). Daher sind sie verpflichtet, in der Kraft des Heiligen Geistes auf die sichtbare Einheit der Kirche Jesu Christi in dem einen Glauben hinzuwirken. Diese Verpflichtung erfordert eine Umsetzung im alltäglichen Handeln. Bedingung für eine ökumenische Ausrichtung, die alle christ-lichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften einschließt, ist die Offenheit für-einander, die Bereitschaft zum Dialog und das gemeinsame Stehen vor Gott in Gebet und Gottesdienst. Das gegenseitige Kennenlernen lässt erfahren, dass uns vieles miteinander in der Kraft des Heiligen Geistes verbindet. Bei der Planung von pastoralen Aktivitäten prüfen wir daher, ob diese verstärkt in ökumenischer Zu-sammenarbeit durchgeführt werden können, auch im Sinne einer arbeitsteiligen Kooperation. Weiterhin sichten wir das pastorale Tun, inwieweit es die Einheit im Glauben vertieft und der gemeinsamen Sendung dient. Wir suchen den Dialog mit dem Judentum und den anderen Weltreligionen und setzen uns mit diesen für einen friedlichen und versöhnten Umgang der Völker ein.